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Spanien drängt alle 40- bis 50-Jährigen zur Masern-Impfung

Angesichts der erneuten Ausbreitung einer fast verschwundenen Krankheit empfiehlt die Insel-Regierung die Maßnahme 200.000 Menschen, die auf Mallorca und den Nachbarinseln wohnen

Nur eine breit angelegte Impf-Kampagne könne die Ausbreitung der Krankheit verhindern, meinen Virologen.
03.09.2019 | 11:19 | Gesundheit

Fast tot geglaubt sind die Masern-Viren europaweit wieder auf dem Vormarsch und machen auch vor Inseln nicht Halt. Die spanischen Gesundheitsbehörden - und mit ihnen die Balearen-Regierung in Palma de Mallorca - bereiten eine groß angelegte Impf-Kampagne vor und empfehlen allen in Spanien lebenden Menschen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren die Impfung gegen die Krankheit, die auf Spanisch "el sarampión" genannt wird.

Bislang ist auf den Balearen von einer "dringenden Empfehlung" die Rede. Spanische Medien berichten allerdings auch von einer möglichen Impfpflicht. "Bei den Masern ist die Vorsorge besser als die Behandlung", erklärt Jordi Reina, Chef-Virologe im Landeskrankenhaus Son Espases in Palma de Mallorca, gegenúber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca. "Ich empfehle unbedingt eine Impfung, es handelt sich um eine Angelegenheit der öffentlichen Gesundheit", so Reina.

Die Eingrenzung der Risikogruppe - Menschen, die zwischen 1970 und 1980 geborenen sind - begründet Reina so: "Während dieses Jahrzehnts war das Virus weniger präsent, sodass viele Leute keinen natürlichen Kontakt mehr mit dem Krankheitserreger hatten. Und viele von ihnen wurden nicht geimpft, sodass sie jetzt zur Risikogruppe werden." Vor 1970 war das Virus weit verbreitet, sodass ein Großteil der Bevölkerung bereits als Kind Kontakt mit dem Virus hatte. Ab 1980 begann in Spanien ein staatliches Impfprogramm.

Laut Statistikamt sind auf den Balearen-Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera rund 200.000 Einwohner im Alter zwischen 40 und 50 Jahren gemeldet. Das spanische Gesundheitsministerium in Madrid will die entsprechende Impf- und Aufklärungskampagne in den kommenden Wochen mit den Behörden in Palma de Mallorca koordinieren.

Europaweit wurden im ersten Halbjahr 2019 mehr als 90.000 Fälle von Masern-Erkrankungen registriert. Das sind bereits mehr als im gesamten Jahr 2018. In Spanien waren es in den ersten sechs Monaten 2019 bereits 300 Fälle. Die Balearen wurden in den vergangenen Monaten verschont, im Jahr 2018 gab es zwei registrierte Masern-Erkrankungen. In den Jahren 2000 bis 2016 hatten auf den Inseln insgesamt 214 Personen an den Masern, 77 von ihnen im Jahr 2012. /tg

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